Susanne Ronneberg, Leiterin der Kölner Hunde-Akademie und Sachverständige nach LHundG NRW

Autorin Susanne Ronneberg

Der Wunsch, die Haltungsbedingungen von Tieren zu verbessern, hat von Anfang an meinen Berufsweg bestimmt. Während und nach meiner Ausbildung zur Pferdefachwirtin KPA habe ich in einem Betrieb mit 80 Pferden gearbeitet und war lange Jahre Mitarbeiterin der Kölner Pferde-Akademie, bevor ich die Kölner Hunde-Akademie gegründet habe. Da mir das Wohl aller Tiere am Herzen liegt, habe ich 2015 die Akademie für Tierhaltung ins Leben gerufen. Deren Maxime lautet: „Wissen teilen, Tieren helfen.“ Denn: Nur, wenn man aufklärt, kann man die Lebensbedingungen von Tieren verbessern und damit zum Tierwohl beitragen.

Ich brauch den 11er...

Die Basics rund um Erlaubnispflicht und Qualifikationsnachweise

Oft rufen Tierhalter bei uns an und sagen „Ich brauch den 11er…“. Nun, was bedeutet das eigentlich?

„Der 11er“ meint den Paragraphen 11 des Tierschutzgesetzes (TierSchG). §11 TierSchG schreibt vor, dass Menschen, die beruflich mit Tieren umgehen, sprich gewerbsmäßige Tierhalter sind, eine behördliche Erlaubnis für ihre Tätigkeit benötigen. Um die Erlaubnis zu erhalten, muss der Antragsteller zwingend seine Qualifikation nachweisen. Das heißt: Er muss belegen können, dass er die Sachkunde für die Tierart besitzt, mit der er umgehen will. Damit sollen das Leben und Wohlbefinden der Tiere, die sich in seiner Obhut befinden, geschützt und tierschutzwidrige Haltungs- oder Zuchtbedingungen verhindert werden.

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Verhaltensprüfung zur Befreiung von Maulkorb- und Anleinpflicht

Die Hundegesetze der Bundesländer stufen einige Hunderassen und deren Mischlinge allein aufgrund ihrer Rassezugehörigkeit als gefährlich ein. In NRW gelten laut §3 Abs. 2 Landeshundegesetz als gefährlich:

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