Die Antwort ist definitiv „Nein“!

Innerhalb weniger Minuten kann sich das abgestellte Fahrzeug auf Temperaturen von über 50° Celsius aufheizen, daran ändert auch ein Fenster, das einen Spalt breit geöffnet wurde, nichts. Ein Stellplatz, der eben noch im Schatten war, kann plötzlich in der Prallsonne liegen, weil die Sonne weitergewandert ist. In diesem Fall steigen die Temperaturen noch weiter an und das Auto wird zur Kochkiste! Auch, wenn der Fahrer sich vorgenommen hat, nur eben in den Laden zu springen, einen Artikel aus dem Regal zu nehmen, zu zahlen und gleich wieder zurück beim Auto zu sein, kann es anders kommen: Vor der Kasse hat sich eine Schlange gebildet, die Papierrolle in der Kasse muss gewechselt werden, jemand verwickelt einen in ein Gespräch und vieles andere mehr.

Auf Seiten des Hundes kommt erschwerend hinzu, dass er seine Wärmeregulation nicht über Schwitzen, sondern über die Atmung bewerkstelligen muss, weil er nur unter den Ballen, nicht aber am Körper Schweißdrüsen besitzt. Das bedeutet, dass er seinen Körper nur herunterkühlen kann, wenn er durch schnelles Atmen (Hecheln) die Atemluft abkühlt. Das ist ihm aber kaum möglich, wenn die Umgebungstemperaturen 50 ° C und mehr betragen.

Also, bitte erst das Tier nach Hause bringen und dann die Besorgungen machen, seien sie auch noch so klein!

Dr. Susanne Lechtenböhmer, Tierärztin

„Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Liebe und Zeit. Dafür schenken sie uns restlos alles, was sie zu bieten haben. Es ist zweifellos das beste Geschäft, was der Mensch je gemacht hat.“ (Roger A. Caras)

Dieses einzigartige Geschenk, das uns unsere Haustiere machen, verpflichtet: wir müssen ihnen ein Leben ermöglichen, das ihrer Art so weit wie möglich entspricht. Dafür müssen wir ihre Bedürfnisse und ihr Normalverhalten kennen und ihre Körpersprache so gut wie möglich lesen können. Wir sollten sie nicht vermenschlichen, sondern sie das sein lassen, was sie sind: Tiere, und die sind toll!